Bericht zur Kundgebung am 10.01. in Köln

Am 10. Januar fanden sich um 14 Uhr ca 100 Menschen auf dem Wallraffplatz in Köln ein, um gegen eine pro palästinänsische Demonstration die zeitgleich auf der Domplatte stattfand, zu demonstrieren und sich solidarisch mit Israel zu zeigen.
Es wurden Transparente entrollt auf denen die Teilnehmer „Solidarität mit Israel“ forderten, sowie israelische und Antifa Fahnen geschwenkt. Zudem wurden viele Flugblätter zu Situation im Nahen Osten an PassantInnen verteilt.
Auf der palästinänsischen Kundgebung wurde massiv gegen den Staat Israel gehetzt und es wurden entsprechende Parolen wie „Kindermörder Israel“ gerufen sowie Plakate gezeigt, auf dem Israel in widerlichster Art und Weise mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt. Auf den Terror der Hamas wurde auf der Kundgebung nicht eingegangen.

Während der israelsolidarischen Kundgebung versuchte kurzzeitig die Rassistin Regina Wilden von der selbsternannten Bürgerbewegung „Pro Köln“ auf die Kundgebung zu kommen, was aber von den TeilnehmerInnen konsequent verhindert wurde. Die „Israelsolidarität“ dieser selbsternannten „Kulturschützer“ ist eine völlig andere, als die der aufrufenden Gruppen und Personen, und eine falsche noch dazu, da sie aus rassistischen Motiven herraus resultiert.

Später tauchten vor der israelsolidarischen Kundgebung noch TeilnehmerInnen der pro palästinänsischen Kundgebung auf und versuchten teilweise mit Geschreie und Plakaten zu provozieren. Zudem wurden israelsolidarische Demonstranten abfotografiert.
Um ca 16.00 wurde die Kundgebung dann aufgelöst. Als Resümee lässt sich sagen, das es gelang, zumindest für kurze Zeit durch Flugblätter und Transparente in der Öffentlichkeit auf eine pro israelische Position aufmerksam zu machen und diese auch zu vermitteln. Es ist zudem bezeichenend für die aktuelle Situation das Pro Palästinänische DemonstrantInnen teilweise mit Aggressionen und Gewalt reagieren wenn sie israelische Fahnen und Solidaritätsbekundungen mit Israel registrieren. Die Demonstrationen die zur Zeit in Deutschland und europaweit stattfinden sind üble antizionistische Aufmärsche, auf denen teilweise offen der Tod von Juden und Jüdinnen gefordet wird, der Holocaust relativiert wird und nationalreligiöse Symbole gezeigt werden. Statt auch den Raketenbeschuss der Hamas auf Israel zu thematisieren oder endlich die Beseitigung der Terrorgruppe Hamas zu fordern, welches die einzige Möglichkeit auf ein besseres Leben der BewohnerInnen im Gaza Streifen wäre, wird gegen Israel gehetzt und dieses als alleiniger Aggressor und „Kindermörder“ dargestellt. Das auch immer wieder Menschen aus dem linken Spektrum bei diesen Demonstrationen mitlaufen, zeugt vom Fehlen jeder emanzipatorischer Grundlage dieser „Linken“.

Fotos der Kundgebung folgen hoffentlich noch

Eines der Flugblätter die verteilt wurden