Archiv für November 2009

 Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke!

Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke!

Am Sonntag, den 25.10.2009, verhinderten Antisemitinnen und Antisemiten gewaltsam eine vom Hamburger Programmkino b-movie und der Gruppe Kritikmaximierung geplante Vorführung von Claude Lanzmanns Film »Warum Israel«.

Mitglieder des »Internationalen Zentrums« B5, der Gruppe »Sozialistische Linke« (SoL) und der »Tierrechtsaktion Nord« (TAN), die sich mit Mundschutz und Quarzsandhandschuhen auf eine körperliche Auseinandersetzung vorbereitet hatten, verweigerten den Gästen den Zugang ins Kino. Besucherinnen und Besucher wurden dabei gezielt ins Gesicht geschlagen und als „Schwuchteln“ und „Judenschweine“ beschimpft. Auch in den Tagen darauf wurden Gäste, die von Blockadebeteiligten auf der Straße wiedererkannt wurden, bedroht und, in mindestens einem Fall, auch tätlich angegriffen.

Weiterlesen beim Bündins gegen Hamburger Unzumutbarkeiten

 Naziaufmarsch in Recklinghausen verhindern!

­Anti­fa­schis­ti­sche De­mons­tra­ti­on – Reck­ling­hau­sen 27.​11. 18:00

Für den 28. No­vem­ber 2009 rufen Neo­na­zis aus dem Kreis­ge­biet und dar­über hin­aus zu einem Auf­marsch in Reck­ling­hau­sen auf. An­ge­mel­det von Neo­na­zi-​Ur­ge­stein Chris­ti­an Worch lau­tet ihr Motto: „Für ein Recht auf Zu­kunft – Ar­beit, Frei­heit, Brot durch na­tio­na­len So­zia­lis­mus“. Ge­tra­gen und un­ter­stützt wird der Auf­marsch haupt­säch­lich von ei­ni­gen Grup­pen aus dem Ruhr­ge­biet, die sich in dem Neo­na­zi-​Netz­werk „AG Ruhr Mitte“ zu­sam­men­ge­schlos­sen haben. Dar­un­ter fin­den sich der „Na­tio­na­le Wi­der­stand Reck­ling­hau­sen“, der „Na­tio­na­le Wi­der­stand Marl“, die „AG Essen“, sowie ei­ni­ge klei­ne­re Grup­pie­run­gen. Die Or­ga­ni­sa­ti­on des Auf­mar­sches er­scheint al­ler­dings mehr als kon­fus.

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Und am 28.11:

 Antiziganimus – Rassismus gegen Sinti und Roma


Antiziganimus – Rassismus gegen Sinti und Roma

Der Vortrag soll einen Überblick über die Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus in Deutschland verschaffen. Es soll das Bild vom
„Zigeuner“, also die Ressentiments der deutschen Mehrheitsbevölkerung, untersucht werden. Neben einer Einführung in die Geschichte der
„Ziguener“-Verfolgung soll anhand von Beispielen aufgezeigt werden, wie allgegenwärtig das antiziganistische Stereotyp auch heute noch
ist.

Vortrags und Diskussionsveranstaltung mit Änneke Winckel


Freitag | 20. November 2009 | 19.00 Uhr

LC36 | Ludolf – Camphausen – Str. 36 | Köln
Ubahn u. DB: Hans-Böckler-Platz | Bhf Köln West

 Flugblatt zum 9. November

Wir dokumentieren an dieser Stelle ein Flugblatt, welches von uns auf der Gedenkdemo am 9. November in Köln verteilt wurde.

Kein Vergeben – Kein Vergessen…
…heißt Solidarität mit Israel!

Heute vor 71 Jahren, also am 9. November 1938, wurden überall in Deutschland jüdische Einrichtungen, Synagogen sowie Geschäfte und Wohnungen jüdischer Bürger_innen zerstört, geplündert und niedergebrannt. Jüdinnen und Juden wurden wahllos von der SA sowie der SS und anderen Deutschen brutal angegriffen, misshandelt und ermordet. In diesen und bereits vorangegangen Tagen wurde den Jüdinnen und Juden von den Deutschen auf schreckliche Art und Weise bewusst gemacht, dass sie im Konzept der deutschen Volksgemeinschaft keinen Platz haben. Es kam überall zu Verhaftungen, so dass im Zusammenhang mit dem 9. November mindestens 30.000 Jüdinnen und Juden in die damals schon bestehenden Konzentrationslager deportiert wurden. Spätestens seit diesem Zeitpunkt konnte kein_e Deutsche_r mehr behaupten, von nichts gewusst zu haben. Die Reichspogromnacht, in welcher der nationalsozialistische Mob seinem völkischen und antisemitischen Wahn freien Lauf lies, stellte gleichzeitig den Auftakt zu der industriellen Vernichtung von 6 Millionen Jüdinnen und Juden – der Shoah – dar.
Hätte es damals schon einen jüdischen Staat gegeben, es wäre wohl die Rettung für die allermeisten europäischen Juden gewesen. Doch erst am 29. November 1947 beschloss die UNO Vollversammlung die Teilung des britischen Mandatsgebietes Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat. Die bereits dort lebende jüdische Bevölkerung stimmte dem Plan zu, in der Hoffnung auf einen unabhängigen jüdischen Staat als Zufluchtsstätte für die Überlebenden der Shoah. Am 14. Mai 1948 wurde schließlich der Staat Israel proklamiert. Jedoch erklärten noch in der Gründungsnacht die umliegenden Staaten Ägypten, Jordanien, Libanon, Irak, Syrien und Saudi Arabien dem neugegründeten Staat Israel aus Hass auf die dort lebenden jüdische Bevölkerung, den Krieg. In den darauf folgenden Kämpfen konnte Israel erhebliche Gebietsgewinne für sich verbuchen. (mehr…)