Auch dieses Jahr werden im Februar wieder tausende Neonazis in Dresden aufmarschieren um gegen den „alliierten Bombenholocaust“ zu demonstrieren. Zeitgleich trauert die Dresdener Zivilgesellschaft um die deutschen Opfer der Bombardierung und blendet dabei die aktive Beteiligung der Deutschen an der Vernichtung der europäischen Juden völlig aus und verkennt die Notwendigkeit der Bombardierung deutscher Städte. Daher ist es in Dresden nötig, sich dem Naziaufmarsch sowie dem Gedenken der Zivilgesellschaft entgegen zu stellen.
Wir unterstützen dabei den Aufruf der Gruppe Venceremos aus Dresden, der hier zu finden ist.
Auch möchten wir auf den Text „Kein Frieden mit dem Dresden Mythos“ von Venceremos als Antwort auf den Aufruf des anderen Vorbereitungskreises „No Pasaran“ hinweisen.
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Vortragsveranstaltung:
Zudem werden wir einen Infovortrag, mit Referent_innen des Vorbereitungskreises „Keine Versöhnung mit Deutschland“, welcher seit mehreren Jahren kontenuierlich zur Kritik am „Dresden Mythos“ arbeitet, veranstalten.
Der Dresden Mythos – Geschichtsrevisionismus am Beispiel Dresdens.
Der seit 1998 in Dresden, anlässlich der Bombardierung der Stadt im Februar ’45, stattfindende Naziaufmarsch hat sich als ein bedeutendes jährliches Großevent in der bundesweiten Naziszene etabliert. Spektrenübergreifend treffen sich jedes Jahr mehrere tausend Alt- und Neonazis um ihre geschichtsrevisionistische und Shoa verharmlosende Propaganda in die Öffentlichkeit zu tragen. Warum diese gerade in Dresden über Jahre hinweg nahezu ungestört möglich war, liegt an der allgemeinen Gedenkpraxis in Dresden. Jahreland fand hier eine fast ausnahmslose Stilisierung der Deutschen als Opfer statt. Die Ausblendung der Ursachen der Bombardierung sowie zahlreiche Mythen und Legenden boten Neonazis viele Anknüpfungsmöglichkeiten. In den letzten Jahren jedoch fand ein Wandel im Dresdner Gedenk-Diskurs statt, der sowohl eine artikulierte Abgrenzung von den Nazis als auch eine inhaltliche Verschiebung mit sich brachte. Doch trotz der offiziellen Entmythologisierung, Versachlichung und Kontextualisierung des 13. Februars bleibt das Dresden-Gedenken in seinem Kern geschichtsrevisionistisch und muss als solches kritisiert werden.
Der Vortrag gibt einen Überblick zum jährlich in Dresden stattfindenden Gedenken sowie dessen geschichtliche Entwicklung. Die Referent_innen
gehen der These nach, dass das Gedenken in seinen verschiedenen Formen geschichtsrevisionistisch ist.
Am 22.01.10 ab 19.00 Uhr in der LC 36
Haltestelle: Li. 3, 4 u. 5: Hans Böckler Platz // DB: Bahnhof West
Ausserdem wird es wie immer leckeres (veganes) Essen geben.
Update: Es wird zudem die Möglichkeit geben, Karten für den Vorabendbus nach Dresden zu erwerben. Mehr Infos über den Bus hier.
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Weitere Termine der Infotour des Vorbereitungskreises „Keine Versöhnung mit Deutschland“:
18.1: Mönchengladbach // 19.30 // im BIS, Bismarckstr. 99
19.1: Mülheim an der Ruhr // 19.30 // AZ, Auerstr. 51
20.1: Düsseldorf // 18.00 // Heinrich-Heine Universität,
Gebäude 23.21, Untergeschoss 1, Raum 69
21.1: Münster // 19.00 // Club Courage // Friedensstrasse 42 (Hinterhof)
23.1: Wuppertal // 20.00 // Autonomes Zentrum, Markomannenstr. 3
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Auch der Antifa AK Köln veranstaltet einen Vortrag zum Thema Dresden: Sichtbare Zeichen. Die neue deutsche Geschichtspolitik
Von der Tätergeschichte zur Opfererinnerung. Mehr Infos hier
Dresden 12./13.02: Gegen den deutschen Opfermythos!