Archiv der Kategorie 'Termine'

 Rassismus und Antisemitismus angreifen

Am kommenden Samstag finden in NRW zwei Veranstaltungen statt, die nicht ohne Protest über die Bühne gehen sollten.

Zum einem findet in Köln der sogenannte „Marsch der Freiheit“ der selbsternannten Bürgerbewegung „Pro Köln“ statt. Nachdem die RechtspopulistInnen schon in den letzten Jahren keine großen Erfolge mit Ihren großspurig angekündigten Anti-Islamisierungs-Events einfahren konnten, sind dieses Mal auch wieder Gegenaktionen geplant. Eine Übersicht dazu findet sich hier. Zusammen mit der Antifa Erftstadt haben wir im letzten Jahr ein Flugblatt unter dem Titel „Wölfe, aber keine Neonazis im Schafspelz“ veröffentlicht, in dem wir unsere Kritik und politische Einschätzung zu der „Pro-Bewegung“ erläutern. Da das Flugblatt leider nicht an Aktualität verloren hat, möchten wir nochmal darauf Aufmerksam machen. Es ist hier zu lesen.

Außerdem soll in Wuppertal unter dem Motto „Die Generation der Rückkehr kennt ihren Weg“ eine Palästina-Konferenz stattfinden, bei der palästinensische Feinde Israels, Hamas-Aktivisten und Unterstützer des islamistischen Terrorismus über ein Ende des jüdischen Staates diskutieren. Das genaue Programm dieser jährlich veranstalteten Konferenz ist bisher nicht bekannt. Die Erfahrungen der vergangenen Konferenzen, der Titel der Veranstaltung und die Veranstalter selber lassen jedoch den Schluss zu, dass Wuppertal am Samstag zum Schauplatz für antisemitische Hetze und zur Bühne für die Hamas wird.

Wir möchten an dieser Stelle auf den Aufruf zu Gegenaktionen der Gruppe FEKA verweisen, welcher hier zu lesen ist. Aktuelle Informationen zu den Gegenaktivitäten finden sich auf der Website antisemitischekonferenzstoppen.blogspot.com
Eine angemeldete Gegenkundgebung findet um 15.00 Uhr am Kerstenplatz in Wuppertal statt.

 you can´t be neutral on a moving train

Am 26.​03. de­mons­triert die As­so­zia­ti­on gegen An­ti­se­mi­tis­mus und Is­rael­feindschaft NRW um 14.​00 in Düs­sel­dorf vor der VHS gegen die in den Räum­lich­kei­ten der Volks­hoch­schu­le ge­zeig­te geschichts­re­vi­sio­nis­ti­sche Aus­stel­lung „Die Nakba – Flucht und Ver­trei­bung der Pa­läs­ti­nen­ser 1948“. Der ge­naue Ort und Zeit­punkt der Kund­ge­bung: Ber­tha-​von-​Sutt­ner-​Platz 1 um 14:00!

you can´t be neu­tral on a mo­ving train.
Is­ra­el und die Nakba.
Bil­der einer Aus­stel­lung.

Vom 16. bis 31.3 prä­sen­tiert die Düs­sel­dor­fer Volks­hoch­schu­le in ihren Räum­lich­kei­ten die Wan­der­aus­stel­lung „Die Nakba – Flucht und Ver­trei­bung der Pa­läs­ti­nen­ser 1948“. Seit ei­ni­gen Jah­ren tin­gelt die vom Ver­ein „Flücht­lings­kin­der im Li­ba­non“ kon­zi­pier­te Aus­stel­lung be­reits durch Deutsch­land – und sorgt (be­rech­tig­ter­wei­se) für ei­ni­ge Kri­tik.

Der Be­griff „Nakba“ stammt ur­sprüng­lich von dem sy­ri­schen His­to­ri­ker Con­stan­tin Zu­reiq – einem in­tel­lek­tu­el­len Be­für­wor­ter der Aus­bil­dung einer „ara­bi­schen Na­tio­nalphi­lo­so­phie“. In sei­nem be­reits 1948 er­schie­nen Werk „The Mea­ning of the Di­sas­ter“ de­fi­niert er die­sen als po­li­ti­schen Kampf­be­griff – als „mo­ra­li­sches Ge­gen­ge­wicht“ – gegen den un­ge­heu­er auf­ge­la­de­nen Be­griff der Shoa.

Die hier ge­zeig­te Aus­stel­lung folgt die­ser Linie: Die „Nakba“ wird als na­tio­na­le Ka­ta­stro­phe kon­stru­iert und im­pli­zit wer­den Ana­lo­gi­en zur Ver­nich­tung der eu­ro­päi­schen Jü­din­nen und Juden ge­zo­gen, wäh­rend der Zio­nis­mus gleich­zei­tig als per­fi­de ideo­lo­gi­sche Grund­la­ge zur „Land­nah­me“ und „Ver­trei­bung“ cha­rak­te­ri­siert wird. Die völ­lig ent­kon­textua­li­sier­te und den his­to­ri­schen Fak­ten wi­der­spre­chen­de Dar­stel­lung der Er­eig­nis­se muss als offen ge­schichts­re­vi­sio­nis­tisch und an­ti­jü­disch be­zeich­net wer­den. (mehr…)

 Nichts und niemand ist jemals vergessen!

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas “Schmuddel” Schulz am 02.04.2011 in Dortmund!

Nichts ist vergessen und nichts wird vergeben!

Vor sechs Jahren, am 28. März 2005, wurde der Punker Thomas Schulz von einem Neonazi ermordet. Inmitten der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder Innenstadt wurde Thomas von dem damals 17-jährigen Sven Kahlin niedergestochen. Noch am selben Abend erlag Thomas im Krankenhaus seinen Verletzungen. Sein Mörder wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren verurteilt. Eine politische Motivation hatte die I. Große Strafkammer des Dortmunder Landgerichts bei Kahlin nicht erkennen können, auch wollte das Gericht nicht von Mord sprechen, da das “Mordmerkmal der Heimtücke” nicht gegeben gewesen sei.

Dortmunder AntifaschistInnen betreiben seit den Ereignissen am Ostermontag 2005 mit alljährlichen Kundgebungen, Demonstrationen und weiteren Aktionen wie Straßenumbenennungen aktive und erfolgreiche Gedenkpolitik, um auf den Mord und dessen politischen Kontext hinzuweisen. Nicht zuletzt auch der erneute Naziangriff auf die Kneipe Hirsch Q im Dezember 2010 gibt uns allen Anlass im Rahmen der Gedenkdemo auf die recht aktive Neonaziszene in Dortmund hinzuweisen und antifaschistischen Protest auf die Straße zu tragen.

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 Ungarn auf dem Weg zur völkischen Demokratie?

Vortrag und Diskussion mit Karl Pfeifer

Dass der Rechtsextremismus in Ungarn kein randständiges Phänomen ist, wurde spätestens mit den Parlamentswahlen im April dieses Jahres deutlich: Das Wahlbündnis der völkischen Partei Fidesz errang eine Zweidrittel-Mehrheit, und die rechtsextreme Partei Jobbik konnte erstmalig ins Parlament einziehen ? als drittstärkste Kraft.

Karl Pfeifer wird in seinem Vortrag die Entwicklung in Ungarn nachzeichnen, die Abhängigkeiten und Differenzen zwischen Fidesz und Jobbik darstellen sowie die Konsequenzen des Wahlausgangs analysieren.

Karl Pfeifer (*1928) lebt als Journalist und Autor in Wien. Seine Beträge erscheinen unter anderem in der Budapester Wochenzeitung Hetek und der Berliner Wochenzeitung Jungle World. Er gilt als ausgewiesener Kenner der rechten Szene in Ungarn und engagiert sich seit Jahrzehnten gegen die FPÖ.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem AStA der FH Köln und der Gruppe Casablanca.

Vortragsveranstaltung | Mittwoch | 12. Januar 2011 | 19:30 Uhr |
Mevissensaal der Fachhochschule Köln | Claudiusstr.1 (Köln-Südstadt)